Blutspendebericht November 2019Blutspendebericht November 2019

Blutspendebericht November 2019

Bericht und Bild © Arete Keller, DRK-Kreisverband Waldshut

Hinter die Kulissen geschaut:
Neuer Blutspendereferent zum Antrittsbesuch beim DRK in Tiengen  

Waldshut-Tiengen, den 12.11.2019
Zum 153. Mal hatte der Ortsverein Tiengen des Deutschen Roten
Kreuzes (DRK) zur Blutspende aufgerufen, und zum ersten Mal war
Alexander Sieber dabei, neuer Blutspende-Referent des DRKBlutspendedienstes
Baden-Württemberg/Hessen für Südbaden. Als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Tiengen
begrüßte Manfred Krause den neuen Referenten, der ein großes Gebiet von
Freiburg bis Jestetten betreut.

Alexander Sieber verbindet viel mit den ehrenamtlich tätigen Helferinnen
und Helfern, die gemeinsam mit dem mobilen hauptamtlichen Team des
DRK-Blutspendedienstes in der Mensa des Klettgau-Gymnasiums für
die Blutspende im Einsatz waren: Als Rickenbacher stammt auch er aus
dem Landkreis Waldshut, und er engagiert sich seit dreißig Jahren
ehrenamtlich für das DRK – vom Jugendrotkreuz bis zur Führungsfunktion
als Bereitschaftsleiter. Als hauptamtlicher Blutspendereferent ist er für die
Blutspendetermine von rund 50 DRKOrtsvereinen zuständig, übernimmt
die Planung der hauptamtlichen Teams samt Ärzten und die Koordination
mit den Ortsvereinen, kümmert sich um Werbung und Einladungen in
Absprache mit dem DRK vor Ort

Im Ruhebereich, in dem die Blutspender sich zwischen dem „Aderlass“
und dem stärkenden Vesper aufhalten, kommt Alexander Sieber schnell
ins Gespräch mit den Spendern. Ein älterer Herr berichtet, dass ihm
seine Ärztin empfohlen habe, regelmäßig zur Blutspende zu gehen. Er
fühle sich danach immer besonders wohl. Viele junge Gesichter machen
deutlich, dass Blutspenden beim Roten Kreuz auch für die jüngere
Generation ein Akt der Solidarität mit schwer erkrankten und verletzten
Menschen ist.

Im Vordergrund Laura Nägele von der DRK-Bereitschaft Tiengen, die auch selbst Blut gespendet hat, dahinter (von links) DRK-Ortsvorsitzender Manfred Krause, Svea Saskia Matt von der DRK-Bereitschaft Tiengen und Blutspendereferent Alexander Sieber vom DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen.

Diese gelebte Solidarität erscheint besonders bei der Landbevölkerung
ausgeprägt. Blutspendereferent Sieber weiß zu berichten, dass der Anteil der
Blutspender in ländlichen Gegenden deutlich höher ist als in größeren Städten.
Die Jahresergebnisse der Blutspendetermine in Tiengen, so schätzt DRKOrtsvorsitzender Manfred Krause, fallen im laufenden Jahr etwa gleich hoch aus
wie im vergangenen Jahr.

Dabei ist der „Lebenssaft“ in der Medizin durch nichts zu ersetzen, so erklärt
Blutspendereferent Alexander Sieber: Blut kann nicht künstlich hergestellt werden
- und es wird ständig gebraucht, um Schwerkranken und Schwerstverletzten
helfen zu können. Auf der Startseite seiner Internetpräsenz informiert der
Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen mit dem laufend aktualisierten
„Blutgruppen-Barometer“ fast tagesaktuell über die Versorgungslage in den
Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen nach Blutgruppen. Dabei
machen besorgte Blutstropfen-Emojis bei den Nuller-Blutgruppen auf die ständig
schwierige Versorgungslage bei Patienten mit nullpositiven und nullnegativen
Blutgruppen aufmerksam, und auch frohe Eomjis bei den anderen Blutgruppen
sind nur Momentaufnahmen – möglich nur unter der Voraussetzung, dass täglich
Tausende Menschen in ihren jeweiligen Heimatgemeinden dem Aufruf des
Deutschen Roten Kreuzes zur Blutspende Folge leisten.  

Und auch intakte ehrenamtliche Strukturen sind unerlässlich: So waren bei der
jüngsten Blutspende in Tiengen insgesamt 56 ehrenamtliche Helferinnen und
Helfer im Einsatz, die gemeinsam 205 Stunden freiwillig Einsatz leisteten. Mit 19
Helferinnen führt dabei der Frauenverein Tiengen, der vom DRK unabhängig ist,
die Einsatzstatistik des DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Manfred Krause an und
wird mit besonderem Dank für die sehr gute Zubereitung und Ausgabe der
stärkenden Mahlzeiten bedacht. Innerhalb des DRK-Ortsvereins Tiengen folgen
mit 17 Helferinnen und Helfern bei der Blutspende die Schulsanitäter, die im
Jugendrotkreuz organisiert sind, als zweitstärkste Gruppe, dicht gefolgt von den
Aktiven der DRK-Bereitschaft Tiengen mit 15 Frauen und Männern. Fünf
Mitglieder des Arbeitskreises Blutspende leisteten ebenfalls ihren
unverzichtbaren Beitrag.