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Minimarathon 2017Minimarathon 2017

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Einsatzbericht Minimarathon 2017

Bericht und Bilder © Hans-Werner Schlett, 
Kreisbereitschaftsleiter - DRK-Kreisverband Waldshut

Ansprechpartner

Hans-Werner Schlett
Kreisbereitschaftsleiter

Tel: +49 7751 87 35 0

Fuller Str. 2
79761 Waldshut

Am Dienstag den 16.5.2017 fand der Minimarathon im und um das LangensteinStadion in Tiengen statt.Der Minimarathon ist ein Rundstreckenlauf für Schüler des Landkreises Waldshut.

Die Rundstrecke ist 4,2 km (weiterführende Schulen) bzw. 2,1km (Grundschüler) lang. 2017 haben fast ca.3000 Läufer aus vielen Schulen des Landkreises und auswärtigen Gastschulen teilgenommen. Der Minimarathon in Tiengen ist das größte Schulsportereignis im Land Baden–Württemberg.Für den Minimarathon sind der Start und das Ziel im Langenstein- Stadion in Tiengen. Beide Strecken gehen als Rundstrecke vom Langenstein- Stadion aus und verlaufen links und rechts der Wutach in östlicher Richtung.

Aus allen Ecken des Landkreises nehmen Schulen am Minimarathon teil und es sind Schüler aus allen Schularten der Raumschaft vertreten. Diese Vielfalt macht wohl das besondere Flair des Minimarathons aus.

Neben den Teilnehmern waren auch ca. 1000 geschätzte Betreuer und Zuschauer im Stadion. Die Anzahl der Betreuer und Zuschauer ist stetig steigend.

Die Anfahrt zum Langenstein- Stadion ist eine Sackgasse. In der Sudeten- und Courtenay- Strasse gab es in der Vergangenheit erhebliche Verkehrsbelastungen und Behinderungen durch parkende Autos.

Deshalb wird die Courtenay- Strasse von der Ordnungsbehörde Waldshut- Tiengen am Veranstaltungstag ab 7:30 Uhr gesperrt. Dies verhindert unnötige Blockierungen der Zufahrtsstrasse durch Rangierungen und Parkierungen von privaten Personenkraftwagen.

Das Wetter war beim 22. Minimarathon sonnig und wolkenlos mit bis zu 27 °C.

Risikobewertung nach Maurer für die Planung des Sanitätswachdienstes:

Diese bewährte Analyse ist für Veranstaltungen wie den Minimarathon leider nicht geeignet. Bei dieser Analyse werden die Laufstrecke in der Fläche und die daraus erforderliche Mobilität der Einsatzkräfte für den Sanitätswachdienst nicht berücksichtigt. Nach Maurer sind 3 Sanitätshelfer erforderlich.

Aus den Veranstaltungen der Vergangenheit wissen wir, dass bei höheren Umge-bungstemperaturen mehr Hilfeleistungen anfallen. Die Hilfeleistungen werden auch ausserhalb des Stadions nötig.

Deshalb kann die Einsatzplanung für den Sanitätswachdienst Minimarathon nur auf Erfahrungen aus der Vergangenheit basieren.

Einsatzplanung:

Die erforderliche Einsatzplanung hat die Kreisbereitschaftsleitung vom DRK Kreisverband Waldshut e.V. erstellt.

Es wird eine Sanitätsstation im Vorraum der Sporthalle eingerichtet und betrieben. In der Sanitätsstation werden Patienten versorgt und diese können sich auch bei Bedarf unter der Aufsicht von Sanitätern erholen.

Für die Versorgung der Schüler auf der Strecke und im Stadion werden Kranken- und Rettungswagen eingesetzt. Je nach Zustand des Patienten bringen die Kranken- und Rettungswagen die Patienten in die Sanitätsstation oder zu einem niedergelassen Kinderarzt beziehungsweise in ein Krankenhaus.

Nach Möglichkeit wird ein Notarzt mit Einsatzfahrzeug und Fahrer vorgehalten. Der Notarzt versorgt Patienten in der Sanitätsstation und bei medizinischen Notfällen auf der Strecke kommt er auch zum Einsatz.

Da uns 2017 kein separater Notarzt für den Minimarathon zur Verfügung stand wurde zwischen 11:30 Uhr und 13:00 Uhr der tagsüber in der Waldshuter Schmittenau stationierte Notarzt mit NEF (RK-WT 1/82) ins Langensteinstadion verlegt.

Einsatzabwicklung:

Die Veranstaltung startete um 9:00 Uhr. Das DRK war um 8:40 Uhr vor Ort und hat die Sanitätsstation ausgestattet. Der DRK Einsatz wurde von H.W. Schlett (Kreisbereitschaftsleiter, DRK KV Waldshut) geleitet.

Für die Kommunikation stelle die DRK Bereitschaft BR Waldshut einen Funker. Er arbeitete mit dem Funk vom Veranstalter, dem BOS 2m Band (Mobilfunk) und 4m Band (Fahrzeugfunk) Funk. Die Funkstelle war in die Sanitätsstation integriert. Der Funker führte auch das Einsatztagebuch.

Das Bild zeigt unserer Einsatzfahrzeuge vor der Sporthalle am Langenstein- Stadion vor Beginn der Veranstaltung. Es fehlen der MTW der DRK BR Tiengen und der NKTW der Bereitschaft Schlüchttal (Beide hatten bereits auf der Strecke Position bezogen), 

Die Einsatzkräfte auf den Krankenkraftwagen (Krankenwagen und Rettungswagen) waren entsprechend den Anforderungen nach dem Rettungsdienstgesetz Baden- Württemberg qualifiziert. Die Ausrüstung der Krankenkraftwagen hat ebenfalls die Anforderungen nach dem Rettungsdienstgesetz erfüllt.

Mit dem Start zum 1. Lauf wurde der NKTW der DRK BR Schlüchttal an der Reithalle positioniert. Der Krankenwagen der DRK Bereitschaft Küssaberg war als Materialreserve für die Sanitätsstation und als Rückfallebene für Transporte eingeplant.

Die folgenden Einsatzfahrzeuge wurden an der Sporthalle für eine Lage abhängige Disposition durch den Funker vorgehalten. Diese Fahrzeuge konnten, nach Eingang einer Notfallmeldung, innerhalb von 1 Minute zum Einsatz abfahren.

Hilfeleistungen

Im Verbandbuch der Sanitätsstation wurden in diesem Jahr 27 Hilfeleistungen und Patiententransporte dokumentiert. Die erste Hilfeleistung erfolgte um 9:00 Uhr.

In der Sanitätsstation wurden 20 Hilfeleistungen erbracht und zusätzlich wurden 7 Patiententransporte durchgeführt.

In diesem Jahr eingesetzte Einsatzkräfte und - mittel:

DRK Einsatzkräfte:

  • 4 BR Küssaberg
  • 2 BR Schlüchttal
  • 5 BR Tiengen
  • 5 BR Waldshut
  • 1 KV Waldshut
  • 5 Schulsanitäter

DRK Einsatzfahrzeuge:

  • 1 Rettungswagen (RTW) von der BR Waldshut
  • 1 Rettungswagen (RTW) von der BR Waldshut
  • 1 Notfallkrankenwagen (NKTW) von der BR Schlüchttal
  • 1 Krankenwagen (KTW) von der BR Küssaberg
  • 1 Mannschaftstransportwagen (MTW) von der BR Tiengen
  • 1 Einsatzfahrzeug (MTW) als Zugfahrzeug vom DRK KV Waldshut
  • 1 Anhänger mit Sanitätsmaterial von der BR Tiengen
  • 1 Anhänger mit Sanitätsmaterial vom DRK Kreisverband Waldshut

Zusammenfassung

Die Sanitätsstation war wieder im Vorraum der Sporthalle untergebracht. Der Zugang ist ebenerdig. Die Krankenkraftwagen können gut be- und entladen werden. Die Fläche vom Halteplatz für die Einsatzfahrzeuge ist ausreichend gross. Der Raum ist gross genug für die gleichzeitige Versorgung von bis zu 10 Personen. Jedoch kommen jedes Jahr mehr Angehörige und Betreuer in die Sanitätsstation um die Toiletten zu benutzen. Dies stört die Sanitäter bei der Arbeit. Der Funker hat durch den Lärm Schwierigkeiten die Funkgespräche auf den drei Funkgeräten zu verstehen. Der zunehmende öffentliche Verkehr ist bei Notfällen nicht akzeptabel.

Der Hausmeister hat uns das Angebot gemacht 2018 die Turnhalle für die Sanitätsstation zu benutzen. Wir haben dankend angenommen. Besten Dank an den Hausmeister.

Im Zieleinlauf hatten wir einen Sanitätstrupp vorgehalten. Der Veranstalter wünscht ab dem Start auf die grosse Strecke zwei Sanitätstrupps am Start und Ziel.

Leider gibt es für Krankenkraftwagen keine freie Zufahrt zum Start- und Zielbereich vom Minimarathon. Deshalb fahren wir mit Fahrzeugen nur bei Notfällen zum Start und Zielbereich. Ansonsten setzen wir Fahrgestelle für Krankentragen ein.

Für die Bereitschaft Tiengen werden wir für 2018 eine Sanitätsstreife fest einplanen.

In der Zeit von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr hatten wir, wie alle Jahre, das grösste Einsatzaufkommen. In dieser Zeit haben wir 2/3 der Erste Hilfe Leistungen erbracht. In dieser Zeit war auch der Notarzt mit dem NEF 1/82 an der Sanitätsstation im Langenstein Stadion stationiert und hat zwei Patienten versorgt und ins Krankenhaus eingewiesen.

Der DRK Kreisverband Waldshut e.V. und seine Ortsvereine verfügen über 26 Einsatzfahrzeuge im Katastrophenschutz. Davon waren 7 Einsatzfahrzeuge und 2 Anhänger beim Minimarathon im Einsatz. Dies entspricht ca. 27% der Einsatzmittel vom Katastrophenschutz vom DRK Kreisverband Waldshut e.V..

Wir werden uns 2018 bemühen einen separaten Notarzt in der Sanitätsstation vorzuhalten.

Der RK WT 25/26 wurde von der ILS Waldshut nach dem Veranstaltungsende zu einem Sturz einer Behinderten Person mit Gesichtsverletzung als Helfer vor Ort in eine nahegelegene Schule gerufen.

Besten Dank an alle eingesetzten DRK Einsatzkräfte für den qualifizierten und harmonischen Einsatz. Auch gilt es den engagierten Schulsanitäter und Ihrer Leiterin Dank und auf Wiedersehen zu sagen.

Hans-Werner Schlett
Kreisbereitschaftsleiter