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Einsatzbericht Minimarathon 2018

Bericht und Bilder © Hans-Werner Schlett,
Kreisbereitschaftsleiter - DRK-Kreisverband Waldshut

Ansprechpartner

Hans-Werner Schlett
Kreisbereitschaftsleiter

Tel: +49 7751 87 35 0

Fuller Str. 2
79761 Waldshut

Am Mittwoch den 9.5.2018 fand der 23. Minimarathon im und um das Langenstein-Stadion in Tiengen statt.Der Minimarathon ist ein Rundstreckenlauf für Schüler aus dem Landkreis Waldshut. Die Rundstrecke ist 2.1 km (Grundschüler) bzw. 4.2 km (weiterführende Schulen) lang. 2018 haben 2700 Läufer in 223 Teams aus 63 Schulen aus dem Landkreis bzw. von auswärtigen Gastschulen teilgenommen. Aus allen Ecken des Landkreises nehmen Schulen am Minimarathon teil und es sind Schüler aus allen Schularten vertreten. Diese Vielfalt macht wohl das besondere Flair des Tiengener Minimarathon aus. Neben den Teilnehmern waren auch ca. 1000 geschätzte Betreuer und Zuschauer im Stadion. Die Anzahl der Betreuer und Zuschauer ist stetig steigend. 

Der Minimarathon in Tiengen ist das größte Schulsportereignis im Land Baden–Württemberg. Die Veranstaltung ist sehr gut organisiert und wurde entsprechend dem Terminplan abgewickelt.

Als Gäste und Beobachter konnte Roland Heß die Herren Michael Daiber, Sportreferent im Kultusministerium und Schulrat Dr. Hans Joachim Friedemann vom staatlichen Schulamt Lörrach begrüssen. Sieger wurden von dem Oberbürger-meister der Stadt Waldshut-Tiengen geehrt.

Für den Minimarathon sind der Start und das Ziel im Langenstein- Stadion in Tiengen. Beide Strecken gehen als Rundstrecke vom Langenstein- Stadion aus und verlaufen links und rechts der Wutach in östlicher Richtung.

Die Anfahrt zum Langenstein- Stadion ist eine Sackgasse. In der Sudeten- und Courtenay- Strasse gab es in der Vergangenheit erhebliche Verkehrsbelastungen und Behinderungen durch parkende Autos.

Deshalb wird die Courtenay- Strasse von der Ordnungsbehörde Waldshut- Tiengen am Veranstaltungstag ab 7:30 Uhr gesperrt. Dies verhindert unnötige Blockierungen der Zufahrtsstrasse durch Rangierungen und das Parken von privaten Personenkraftwagen.

Das Wetter war beim 22. Minimarathon sonnig und wolkenlos mit bis zu 27 °C.

Risikobewertung nach Maurer für die Planung des Sanitätswachdienstes:

Diese bewährte Analyse ist für Veranstaltungen wie den Minimarathon leider nicht geeignet. Bei dieser Analyse wird die Laufstrecke in der Fläche und die daraus er-forderliche Mobilität der Einsatzkräfte für den Sanitätswachdienst nicht berücksichtigt. Nach Maurer sind 3 Sanitätshelfer erforderlich.

Aus den Veranstaltungen der Vergangenheit wissen wir, dass bei höheren Umge-bungstemperaturen eine grössere Anzahl Hilfeleistungen erforderlich werden. Die Hilfeleistungen werden auch ausserhalb des Stadions nötig.

Deshalb bauen wir bei der Einsatzplanung für den Sanitätswachdienst zum Minimarathon auf die Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Einsatzplanung:

Die erforderliche Einsatzplanung hat die Kreisbereitschaftsleitung vom DRK Kreisverband Waldshut e.V. erstellt. Es wird eine Sanitätsstation bzw. eine Unfallhilfsstelle (UHS) in der Turnhalle vor dem Stadion eingerichtet und betrieben. In der Sanitätsstation werden Patienten versorgt und diese können sich auch bei Bedarf unter der Aufsicht von Sanitätern erholen.

Für die Versorgung der Schüler auf der Strecke und im Stadion werden Kranken- und Rettungswagen eingesetzt. Je nach Zustand des Patienten bringen die Kranken- und Rettungswagen die Patienten in die Sanitätsstation oder zu einem niedergelassen Kinderarzt beziehungsweise in ein Krankenhaus.

Nach Möglichkeit wird ein Notarzt mit Einsatzfahrzeug und Fahrer vorgehalten. Der Notarzt versorgt Patienten in der Sanitätsstation und bei medizinischen Notfällen auf der Strecke kommt er auch zum Einsatz.

Vielen Dank an Notärztin Dr. Gleissner vom Spital Waldshut

Einsatzabwicklung:

Erstmalig waren wir nicht im Vorraum von der Turnhalle sondern in einem abgetrennten Teil der Turnhalle. Aufgebaut hatten wir auch erstmalig am Vorabend. Der Aufbau erfolgte mit vier Einsatzkräften von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr.

Die Veranstaltung startete pünktlich um 9:00 Uhr. Das DRK war um 8:40 Uhr vor Ort. Der DRK Einsatz wurde von H-W Schlett (Kreisbereitschaftsleiter, DRK KV Waldshut) geleitet.

Für die Kommunikation stellte die DRK Bereitschaft BR Waldshut einen Funker. Diese Position vom Funker war doppelt besetzt.

Es standen folgende Funkkreise zur Verfügung:

• Fahrzeugfunk Rettungsdienst (4m Band, Kanal 475)

• Handsprechfunkverkehr (2m Band, Kanal 51)

• Streckenfunk vom Veranstalter

Die Einsatzkräfte auf den Krankenkraftwagen (Krankenwagen und Rettungswagen) waren entsprechend den Anforderungen nach dem Rettungsdienstgesetz Baden- Württemberg qualifiziert. Die Ausrüstung der Krankenkraftwagen erfüllen ebenfalls die Anforderungen aus dem Rettungsdienstgesetz Baden-Württemberg.

Wenn die Läufer auf die grosse Strecke starten wird der RTW von der alten Holz-brücke zur Betonbrücke verlegt. Mit den beiden verbleibenden RTWs deckt der Funker flexibel die sich ständig ändernden Anforderungen ab.

Hilfeleistungen

Im Verbandbuch der Sanitätsstation wurden in diesem Jahr 19 Hilfeleistungen dokumentiert. Die erste Hilfeleistung erfolgte um 9:19 Uhr.

In der Sanitätsstation wurden 19 Hilfeleistungen erbracht und zusätzlich wurden zwei Patiententransporte direkt von der Strecke in das Spital Waldshut durchgeführt. Einer der beiden Transporte wurde von unserem Notarzt begleitet

DRK Einsatzfahrzeuge:

• 1 Rettungswagen (RTW) von der DRK Bereitschaft Waldshut

• 1 Rettungswagen (RTW) von der DRK Bereitschaft Waldshut

• 1 Notfallkrankenwagen (NKTW) als RTW von der DRK BR Schlüchttal

• 1 Krankenwagen (KTW) von der DRK Bereitschaft Küssaberg

• 1 Mannschaftstransportwagen (MTW) von der DRK Bereitschaft Tiengen

• 1 Einsatzfahrzeug (MTW) als Notarztzubringer vom DRK Kreisverband WT

• 1 Anhänger mit Sanitätsmaterial von der DRK Bereitschaft Tiengen

• 1 Anhänger mit Sanitätsmaterial vom DRK Kreisverband Waldshut

• 6 + 2 Summe (Einsatzfahrzeuge + Anhänger)

Zusammenfassung:

Es ist wichtig einen Krankenkraftwagen direkt neben dem Zieleinlauf zu stationieren. Wir haben etwas Zeit benötigt den richtigen Platz zu finden. Diesen Platz sollten wir nächstes Jahr wieder benutzen. Zusätzlich zu dem Krankenkraftwagen sollte auch noch ein Sanitäter mit einem 2 m Band Handsprechfunk neben dem Zieleinlauf platziert sein.

Beim Minimaraton 2018 haben wir 2 Transporte (1 KTW, 1NAW) ins Spital Waldshut durchgeführt. Dies war unter dem langjährigen Durchschnittswert (3,5 Transporte pro Jahr).

Mit 19 Hilfeleistungen lagen wir geringfügig unter dem langjährigen Mittelwert von 22 Hilfeleistungen pro Jahr.

Mit unserem Konzept und den eingesetzten Mittel für den Sanitätswachdienst haben wir alle Personen innerhalb der Hilfsfrist erreicht. Wir haben Fehleinsätze für den Rettungsdienst und zusätzliche Belastungen für die ILS Waldshut verhindert. Durch die guten Ortskenntnisse finden die Einsatzkräfte vom Sanitätsdienst die Einsatz-stellen einfacher und schneller wie die Kräfte vom Rettungsdienst.

Ausserdem hatten wir immer Reserven für mögliche Transporte in Kinderkliniken nach Lörrach oder Singen.

Hans-Werner Schlett
Kreisbereitschaftsleiter